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Orientierungsseminar 2011

Vom: Friday, 08. April 2011   bis: Sunday, 10. April 2011

23. Juli 2011
Mit dem „Wir-Gefühl“ in die Welt geschickt – Der Stipendiaten Jahrgang 2011/2012


Stipendiaten beim Kartenspiel In der festen Überzeugung die erste Runde des Kartenspiels gewonnen zu haben, notiert Dominic Hörauf seinen Punkt. Er ist einer der 32 Stipendiaten beim zehnten Orientierungsseminar der Rotary Foundation Alumni Deutschland. Seine Mitspieler, ebenfalls zukünftige „Botschafter des guten Willens“, sind damit nicht einverstanden: Sie streichen den Punkt wieder durch. Was jetzt? Reden ist am Gruppentisch verboten, doch auch mithilfe von Handzeichen klärt sich das Problem schnell. Dominic, der als Sieger des Nebentisches in die neue Gruppe wechseln musste, hat bisher nach anderen Regeln gespielt. Schnell versteht er, dass jetzt Karo und nicht mehr Herz zum Sieg führt. „An unserem Tisch herrschen eben unsere Regeln, da muss sich der Neuling einfügen“, sagt Anjuta Buchholz später mit einem Augenzwinkern in der Bewertungsrunde.

Auch im Ausland gelten häufig andere Regeln. Der Mini-Kulturschock beim Kartenspiel sollte unser Bewusstsein dafür schärfen, um uns Stipendiaten auf den Auslandsaufenthalt im Studienjahr 2011/2012 vorzubereiten. Wer am 8. April 2011 über verstopfte Autobahnen aus München zum Seminar nach Münster geschlichen ist, kam bestimmt nicht auf die Idee, die Stadt des Westfälischen Friedens als „zentral“ zu bezeichnen. Trotzdem eroberte sich Münster unter uns aus ganz Deutschland angereisten Stipendiaten schnell den Rang des „Zentrums der Welt“. Von hier aus würden wir bald auseinandergehen, um dann als Ambassadorial Scholar in die Welt zu reisen: ins benachbarte Frankreich, über den großen Teich oder auch nach Asien.

Stipendiaten beim Kartenspiel Fernweh hatten wir bereits vor dem Seminar, doch die Berichte der Alumi haben es noch einmal verstärkt. Xaver Hausner beispielsweise zeigte Fotos von seiner Radtour durch ganz Neuseeland, der „Journey of hope“, während der er 46.000 Dollar für die PolioPlus-Kampagne der Rotary Foundation sammelte. Ein beeindruckendes Ergebnis, das sicherlich Vorbild für unsere geplanten Freiwilligenprojekte ist. Außerdem lernten wir, dass Rotaryveranstaltungen durchaus auch im Hawaihemd besucht werden können und dass wir lieber nicht an Verlosungen des Inner Wheel teilnehmen sollten, falls wir mit einer Knoblauchpresse nicht viel anfangen können (nebenbei: In englischen Männerrunden ist Whiskey der übliche Gewinn).

Stipendiaten beim Kartenspiel Natürlich war es für uns wichtig zu erfahren, was es mit dem Bannertausch auf sich hat und mit welchem Thema sich unsere Gastvorträge in den ausländischen Clubs beschäftigen dürfen. Lehrreich waren auch die Stadtführung von Professor Martin Korda und die Diskussion mit dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses, Herrn Ruprecht Polenz. Was wir vor allem mitgenommen haben, ist das entstandene „Wir-Gefühl“ auch über die gemeinsame Zeit am Aasee hinaus. In wenigen Wochen werden die ersten ins Ausland aufbrechen – auf der einen Seite voller Vorfreude, auf der anderen Seite mit großem Respekt, denn nach dem Seminar wissen wir, wie viele Schulspeisungen und Wasserpumpen unser Stipendium wert ist. Danke an alle, die dazu beigetragen haben.

von Jenna Behrends


Bilder vom Orientierungsseminar


 

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