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Orientierungsseminar 2008

Vom: Friday, 11. April 2008   bis: Sunday, 13. April 2008

Deutschlands jüngste Botschafter in Münster: Sie vertreten Deutschland in der Welt, die „Botschafter des Guten Willens“ der Rotary Foundation. Vom 11. bis zum 13. April trafen sie sich in Münster, um sich auf ihre zukünftigen Pflichten vorzubereiten. Eingeladen hatten ehemalige „Diplomaten“ – die Mitglieder der „Rotary Foundation Alumni Deutschland“ (RFAD).

„Hört zu, belehrt nicht“, gibt Ruprecht Polenz (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, den Botschaftern, alle Studenten im Alter von 20 bis 33, auf den Weg. Der Abgeordnete für die Stadt Münster kam eigens ins Gästehaus am Aasee. Im Konferenzsaal herrscht aufgeregte Stille – dann, kaum hat der Sicherheitsexperte ausgesprochen, bombardieren ihn die angehenden Botschafter mit Fragen. Der Iran, China, die USA – und wie begegnet man als Deutscher kritischen Fragen zur eigenen Geschichte, zur aktuellen Politik.

„Mit manchem Klischee vom humorlosen, steifen Deutschen muss einfach gründlich aufgeräumt werden“, grinst eine ehemalige Stipendiatin.

Der Terminplan in Münster ist dicht gedrängt. Versicherung, Studiengebühren, Fettnäpfchen – die Liste der wichtigen Punkte reißt nicht ab. Daneben plaudern erfahrene Botschafter aus dem Nähkästchen: „Ums Heimweh kommt wahrscheinlich keiner von euch herum. Das sind dann die Tage, an denen man mit Herpesblase oder verquollenen Augen in die Uni geht“, erklärt ein gerade Zurückgekehrter. In erster Linie dient das Vorbereitungsseminar jedoch dem gegenseitigen Kennenlernen. Deswegen sitzen am Abend alle noch lange zusammen und gehen bereits ihren Botschafter Verpflichtungen nach – sie tauschen sich aus: USA flirtet mit Puerto Rico und Großbritannien versteht sich sehr gut mit Indien. So vielfältig wie die zukünftigen Studienorte der Stipendiaten ist auch ihr Hintergrund. Jura, Psychologie, Chemie, Japanisch – sogar eine Opernsängerin nippt vergnügt an ihrem Orangensaft. Am Nebentisch füllt eine Pianistin einem Mathematikstudenten das Wasserglas.

Nach der Rückkehr können sich die Stipendiaten in das weiche Netz des Vereins „Rotary Foundation Alumni Deutschland“ (RFAD) fallen lassen, der so manch einem das Wiedereinleben oder sogar den Berufseinstieg erleichtert. „Für mich war dieses Eingebunden sein in die Rotarische Familie – während meines Auslandjahrs und danach – das Wichtigste an meinem Stipendium“, schwärmt Johanna Schubert, die ein Jahr in Wales studierte. Dieses Jahr kann der RFAD einen besonderen Erfolg präsentieren. Aus den Mitgliedsbeiträgen gelang es erstmalig, eine eigene Stipendiatin zu finanzieren.
Christiane Miethge