DG Heininger (D1840) zu Besuch bei den Alumni
Distriktgovernor Hans-Ulrich Heininger würdigt Alumni des Distirktes 1840 beim Governor-Empfang des Jahres 2010 im Ratkeller
Am 21.Mai 2010 lud Hans-Ulrich Heininger, Distrikt Governor 2009-2010, die Rotary Foundation Alumni des Distriktes 1840 zum Governor-Empfang in den Ratskeller in München. Gastgeber des Abends waren die Rotarier des RC München-Land, vertreten durch ihren Pastpräsidenten Jürgen Wente.
DG Ulrich Heininger begrüßte ehemalige Stipendiaten der Rotary Foundation und ehemaligen Teilnehmer von GSE-Programmen als Teil der rotarischen Familie. Er würdigte ihre internationalen Erfahrungen innerhalb Rotarys als wertvollen Schatz, der Rotary Clubs des Distriktes 1840 zugute komme, wenn sie als Alumni zurückgekehrt seien.
Große Freude drückte DG Heiniger aus, dass zahlreiche Alumni des Distriktes bereits Mitglieder von Rotary Clubs der Region geworden seien. Auch Incoming Stipendiaten wie Yukari Kurita aus Japan (RC München-Bavaria) und Marta Lang (RC München-Münchener Freiheit) aus Polen, die in unserem Distrikt heimisch geworden sind und hier Mitglieder von Rotary Clubs geworden sind, begrüßte DG Heininger als wahre Vertreter der Internationalität Rotarys.
Weitere Gäste des Governor-Empfanges waren die Stipendiaten-Beauftragte des Distriktes 1840 Monika Gerschau (RC München-Flughafen), Region Zone Coordinator Alumni Jürgen Wente (RC München-Land), Alumni Chair Distrikt 1840 Gabriela Bracklo (RC München-Bavaria) und RFAD-Präsident Henning Blaufuß (RC München-Münchner Freiheit). Sie alle übermittelten den Alumni des Distriktes ihre besten Grüße und würdigten deren Beitrag zu den POLIO+ Projekten des scheidenden rotarischen Jahres.
Zusammen mit den fünf Rotary Clubs RC München 100, RC München-Blutenburg, RC München-Bavaria, RC München-International und RC München-Ost, sowie des RAC München-International wurden die Alumni ausgezeichnet mit dem 2. Platz des Distrikt-Preises Bestes Projekt „End Polio Now“ 2009-2010 als Teil der Task Force Polio München.
Alumni-Jahresausflug nach Schrobenhausen
Ein Einblick in die Welt des Spargels am Hofe einer Spargelkönigin
Am 5. Juni 2010 war es wieder soweit: Unser traditioneller Rotary Foundation Alumni Jahresausflug im Distrikt führte uns nach Schrobenhausen, die Hauptstadt des deutschen Spargelanbaus. Gastgebender Club war in diesem Jahr der RC Schrobenhausen-Aichach. Besonders gastfreundlich und herzlich wurden wir begrüßt und durch den Tag geleitet durch dessen Vertreter Stefan Lesny, der im Distrikt 1840 im Bereich Jugenddienst den Jahresaustausch Inbounds betreut. Herzlichen Dank an dieser Stelle für all die Vorbereitung und Planung des Jahresausfluges, der komplett im Zeichen des köstlichen Schrobenhausener Spargels stand!
Pünktlich um 11 Uhr trafen sich unsere Alumni, die aus allen Teilen Deutschlands angereist waren, am legendären Europäischen Spargelmuseum Schrobenhausen. An der Veranstaltung nahmen Rotarier aus insgesamt vier Clubs des Distriktes 1840 teil: Neben dem RC Schrobenhausen-Aichach, RC München-Land, München Bavaria waren auch auch Vertreter des RC Münchener Freiheit i.Gr. mit von der Partie. Einige von diesen Rotariern sind selbst Alumni der Rotary Foundation. So gestaltete sich der strahlende Sonnentag zu einer wahrhaft clubübergreifenden und bundesweit rotarisch verbindenden Veranstaltung.
Aus dem Vorstand der Rotary Foundation Alumni Deutschland RFAD waren als direkte Ansprechpartner in Alumni-Fragen mit dabei Henning Blaufuß , Präsident, Kathrin Schilling, Vizepräsidentin, Christoph Sänger, Schriftführer, und Christoph Schmieder, Schatzmeister, sowie Gabriela Bracklo, Alumni Chair Distrikt 1840 und Präsidentin des RC München-Bavaria 2009-2010. Entsprechend lebhaft war, neben dem eigentlichen Veranstaltungsprogramm der thematische Gedankenaustausch.
Das fachkundige und interessante Führung begann bei herrlichem Sonnenschein im Museumsgarten des Europäischen Spargelmuseums , wo wir die ersten Spargelpflanzen begutachten konnten. Interessant war es zu lernen, dass der fachgerechte Spargelanbau viel Zeit und Aufwand erfordert und das Stechen weitgehend noch ohne den Einsatz von Maschinen stattfindet. Die Spargelpflanze liefert erst im dritten Jahr erntefähige Spargelstangen, die von April bis Juni (wohlgemerkt bis zum 24./Johanni) geerntet werden können. Wir kamen also gerade recht zur Ernte und durften das Spargelstechen eigenhändig ausprobieren.
Im Inneren des Europäische Spargelmuseums sahen wir allerhand Interessantes und Kurioses über die Schrobenhausener Spargeltradition. Besonders beeindruckend war dabei die Vielfalt der Aspekte, die den Spargel zu einem wahren Kulturgut machten. Keinem anderen Gemüse wurde so viel künstlerische Aufmerksamkeit entgegengebracht, dass ihm eine Stadt solch enorme Bekanntheit verdankt. Neben wertvollem Spargelgeschirr/-besteck bietet das Museum vielfältige – oft jahrhundertealte - Kunstwerke, die den Spargel als Inspirationsquelle in Szene setzen.
Zurecht, denn schließlich wurde Spargel bereits im Mittelalter als Heilpflanze und Aphrodisiakum geschätzt.
Durst und Appetit waren groß, als die ganze Alumni-Truppe als nächstes zum unvergesslichen Spargelessen in den Biergarten des idyllisch am Wallgraben gelegenen Schrobenhausener Bauern Bräu einzog. Die Stimmung an der langen Tafel war so gut, dass sich alle gesättigt und fröhlich entspannt buchstäblich losreißen mussten, als es nach dem Essen hieß, einen der örtlichen Spargel-anbauenden Betriebe zu besichtigen.
Dort erwartete die Gruppe jedoch eine besondere Ehre: Steffi Kornweiler, Schrobenhausener Spargelkönigin des Jahres 2001-2002 und seit vergangenem Jahr Chefin des Leinfelderhofes führte uns persönlich, charmant und überaus sachdienlich durch die weiterverarbeitenden Anlagen des Spargelbetriebes. Wir wurden nochmals mit der Technik des Spargelstechens vertraut gemacht und konnten bei der Verarbeitung der frisch geernteten Stangen zusehen. Hochmoderne Maschinen erleichtern das Waschen, Sortieren und Zuschneiden der verschiedenen Spargelsorten, welche direkt am Hof zum Verkauf angeboten werden.
Zum Abschluss nochmals ein herzliches Dankeschön an Sefan Lesny und den RC Schrobenhausen für die tatkräftige Unterstützung unseres sehr gelungenen Jahresausflugs.
Kathrin Schilling
Dank des Kranichs
Unsere TRF Alumna Gabriela Bracklo, engagierte Alumni Beauftragte im Distrikt 1840, hat als Verlegerin mit TRF-Alumna Keiko Funatsu als Übersetzerin und der Illustratorin Momo Nishimura das japanische Märchen-Bilderbuch "Dank des Krnichs" veröffentlicht. 1,50 € pro verkauftem Exemplar der Erstausgabe dieses Buches erhält die Global-Polio-Eradication-Initiative von Rotary International - End Polio Now. Details dazu auf der Website der Edition Bracklo
Rette sich wer kann
Am 10. Dezember 2009 eröffnet TRF Alumnus Seung-Il Chung mit seiner Klasse Jetelová der Münchner Akademie der Bildenden Künste in der whiteBOX die Ausstellung „Rette sich wer kann“.
15 Studenten der Bildhauerklasse von Professor Magdalena Jetelova haben eine Gemeinschaftsarbeit erstellt.
Die whiteBOX selbst in ihrer architektonischen Eigenart wird als Skulptur einer Licht- und Geräuschinstallation zugrunde gelegt.
Eröffnung: Donnerstag 10.12. / 19.00 Uhr
Laufzeit: 10.12.2009 – 10.01.2010
Öffnungszeiten: Do, Fr 17 – 21.00 Uhr
Sa, So 15 – 20.00 Uhr
Mitwirkende: Seung-Il Chung / Ismael Dua / Susi Gelb / Mike Herbig / Chi-Shin Kim / Christoph Kragl / Julika Meyer / Nele Müller / Camilla Nicklas-Maurer / Minyoung Paik / Eva Pelechova / Tamara Pridonischwilli / Zita Schüpferling / Mitja Spaninger / Natalie Wild
www.whitebox-ev.de
Ausstellung von Alumnus Seung-il Chung am 25.09 von 20.00 bis 3.00 Uhr
Ein Video von TRF Alumnus Seung-il Chung aus Süd-Korea wird am 25.09 von 20.00 bis 3.00 Uhr in der "Nacht der Wissenschaften" im ZKMax (Passage Maximilianstrasse / Altstadtring) zu sehen sein.
Die "Nacht der Wissenschaften" ist eine Veranstaltung, die Wissenschaft, Party und Kunst mischt.
Es erfolgt ein Juryrung der Ausstellung durch das Publikum. Hierzu werden Stimmzettel am Eingang ausgegeben. Die drei Gewinner, nämlich die, die den Abend lang am meisten Stimmen sammeln konnten, werden am selben Abend bekannt gegeben und mit den Geldpreisen ausgezeichnet. Zur Ausstellung wird es ein Infoblatt zu den einzelnen Arbeiten geben und einen "Lageplan" der Arbeiten, um eine gerechte Präsentation zu gewährleisten.
Seung-il würde sich über das Kommen aller Alumni - und natürlich unsere Stimmen, wenn uns sein Werk gefällt - sehr freuen.
Über den Brenner – RFAD on Tour
Interdistriktsseminar für Jung- und Neurotarier in Bozen (Italien), Samstag 28. März 2009
Heute ist es zumeist der Brenner, den es auf dem Weg von Deutschland nach Italien zu bezwingen gilt – die Römer hingegen überquerten die Alpen vor über 2.000 Jahren auf der Via Claudia Augusta. Die Bedeutung dieser ingenieurtechnischen Meisterleistung war nur ein Thema des rotarischen Interdistrikts-Seminars Ende März in Bozen, an dem sechs deutsche Alumni Flagge zeigten.
Flagge zeigen war dabei durchaus wörtlich zu nehmen, denn angereist waren Jung-, Neu-, aber auch „Alt“-Rotarier aus Italien, Österreich und Deutschland sowie die sechs deutschen Alumni. Eröffnet wurde die Veranstaltung entsprechend würdevoll durch das Abspielen der Nationalhymnen unter den entsprechenden Fahnen. Um so temperamentvoller ging darauf Professor Vittorio Galliazzo (D 2060) in seinem Vortrag über die Route und Bedeutung der Via Claudia Augusta in der Römerzeit zu Werke: wer bis dahin von italienischer Begeisterungsfähigkeit noch nichts gehört hatte, der war danach im Bilde.
So wie die Via Claudia Augusta zur Römerzeit eine entscheidende Infrastrukturmaßnahme war, so verhält es sich mit einem ähnlichen Projekt heute für die Europäer: Die Errichtung des „Brenner Basistunnels“ – mit gut 60 Kilometern der zweitlängste Tunnel der Welt – stellt alle beteiligten Länder (Italien, Österreich, Deutschland) vor immense Herausforderungen, wie Generaldirektor Professor Konrad Bergmeister (D 1920) berichtete. Wer schon einmal wie am frühen Morgen die sechs Alumni (vielleicht auch noch im Hochsommer) über den Brenner gefahren ist, der weiß, wie wichtig die Verlagerung des LKW-Verkehrs auf die Schiene für diese überlastete Strecke ist. Im Jahre 2012 soll der Tunnel eröffnet werden, da ist Professor Bergmeister zuversichtlich.
In die faszinierende Geschichte von Rotary führte PDG Klaus Petric (D 1840) ein. Von den Anfängen eines Paul P. Harris und seiner „Mitstreiter“ berichtete er ebenso wie von bereits bei der Gründung eines zweiten Clubs aufflackernden Unstimmigkeiten. Rotary verbreitete sich schnell auch international und konnte sich, zumal nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Europa etablieren. Sein Vortrag machte deutlich, dass Rotary kein statisches Gebilde, sondern ständig in Bewegung ist.
PDG Conrad Binding (D 1840) sowie PDG Alvise Farina (D 2060) berichteten lebhaft und zum Teil mit anschaulichen Fotos über die Struktur von Rotary International und der Rotary Foundation.
Schließlich war PDG Jürgen Auckenthaler (D 1920) in der oft als undankbar bezeichneten Rolle des letzten Redners. Gleichwohl vermochte er es, die Zuhörer mit dem Vortrag „Rotary ist eine Wertegemeinschaft“ in seinen Bann zu ziehen. „Service Above Self“ ist danach nicht nur ein Schlagwort, sondern findet seine Aktualisierung in der täglichen Arbeit eines jeden Einzelnen. Die Reflektion nach dem, was gut und richtig ist, erfordert immer wieder neue Anstrengungen. Jürgen Auckenthaler verwies in diesem Zusammenhang u.a. auf die goldene Regel: „Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg’ auch keinem anderen zu“. Der anschließende Applaus zeigte, dass seine Worte angekommen waren.
Das Mittagessen am Buffet wie auch der anschließende Workshop boten genügend Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch und zum gegenseitigen Kennenlernen. Bereits gegen 16:00 Uhr war der offizielle Teil schon wieder zu Ende. Einige Alumni ließen sich die Gelegenheit aber nicht nehmen, am Abend Bozen unsicher zu machen. Auf dem Weg nach Hause wählten die Alumni erneut anstelle der doch eher beschwerlichen Via Claudia Augusta den einigermaßen komfortablen Brenner und ließen den italienischen Frühling hinter sich in der Gewissheit, Freunde getroffen zu haben.
Henning Blaufuß






